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Faktencheck: Zahnimplantate

Ein Faktencheck zum Thema Zahnimplatate. Was ist zu beachten?

(bha) - 07.01.2010 @ 06:12 Uhr

Angst- und schmerzfreie Behandlungen gewährleisten gut ausgebildete Implantat-Spezialisten. Im Jahr 2009 wurden alleine in Deutschland ca. 750000 Implantate eingesetzt. Die Tendenz ist weiter steigend, da auch die Krankenkassen ihre Akzeptanz erweitern. Durch die guten Erfahrungen, was den Langzeiterfolg und die Sicherheit angeht, werden die Zuzahlungen erhöht. In den 50er Jahren stellte sich bei wissenschaftlichen Forschungen heraus, dass hochreines Titan sowohl gewebefreundlich als auch antiallergisch ist. Ein ideales Material für den Einsatz im Knochen, da es sich biologisch neutral verhält.

Verträglichkeit von Zahnimplantaten

Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Titan bei Zahnimplantaten keine Fremdkörperreaktionen auslöst, doch die „Farbe“ eher ins gräuliche geht. Nach neuesten Erkenntnissen erlebt die Verarbeitung von Zirkoniumoxid-Keramik eine Renaissance. Die Verträglichkeit hat sich bestens bewährt und es hat den Vorteil, der natürlichen weißlichen Zahnfarbe sehr nahe zu kommen. Die ästhetische Versorgung wird dadurch stark unterstrichen, vor allem, wenn das bedeckende Zahnfleisch sehr dünn ist. Eine breitbasige Abstützung bieten die Diskimplantate und laut Anwender- und Herstellerangaben ist eine sofortige Belastung möglich. Diese Implantattypen werden von der Seite in den Kieferknochen eingebracht, da die Form dafür sehr gut geeignet ist.

Keine Empfehlung für Diskimplantate

Fachgesellschaften Deutschlands empfehlen diese Art der Implantate nicht, da sich gerne Entzündungen bilden, die starke Probleme und Defekte hinterlassen. Auch in der Orthopädie wurden Erkenntnisse und Forschungsergebnisse gesammelt, bis ein Mann namens Branemark aus Cambridge bei Versuchszwecken mit Kaninchen beobachtete, dass sich Titan so eng mit dem Knochen verband, dass es nicht mehr zu entfernen war. Viele Untersuchungen veranlassten ihn dazu, über Hüft- und Knieendoprothetik nachzudenken. Doch er musste zugestehen, dass der Kieferknochen für Titanimplantate zugänglicher ist.

Über 40 Jahre Erfahrungen mit Schraubimplantaten

Im Jahr 1965 führte er als Anatomieprofessor an der Universität Göteborg das erste Schrauben-Implantat aus Titan bei einem Patienten durch. Zu Implantaten im medizinischen Bereich zählen Herz- und Hirnschrittmacher, Sehprothesen, Cochleaimplantate, ein künstliches Herz, Schädelkonstruktionen in der Neuro- und Knochenbrüche in der Unfallchirurgie, Schwellkörperimplantate, Stents und Gefäßprothesen.




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